2017 - Inhaltsangabe

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Wer kennt ihn nicht: Das Berner Stadtoriginal mit der Hasenscharte, der nie um einen Spruch oder Witz verlegen war. In einer neuen Theaterfassung, geschrieben und inszeniert von Peter Locher, betritt Dällebach im Sommer 2017 gleich in drei Gestalten die Aargauer Freilichtbühne.

Das Stück erzählt von seiner tragisch-komischen Lebensgeschichte. Schon früh muss er erleben, wie schmerzhaft Ausgrenzung sein kann. Und schon als Junge macht er sich seine Schlagfertigkeit zunutze, um von seinem unvorteilhaften Aussehen abzulenken. Er folgt seinem Traum und wird Coiffeur mit einem eigenen Salon. Ein anderer Traum wird ihm aber verwehrt. Seine Jugendliebe Annemarie, die aus einer gutbetuchten Fabrikantenfamilie stammt, darf ihn nicht heiraten. Doch sie bleibt zeitlebens für Kari die grosse Liebe. Mit den Jahren wird Kari immer mehr zu einem Original und Eigenbrötler den alle kennen und sehen wollen. Innerlich aber bleibt er einsam. Der Alkohol übernimmt die vermeintliche Rolle des Trösters. Seine Leberkrankheit rafft ihn langsamen Schrittes dahin. Und so entschliesst sich Kari an einem kalten, regnerischen Morgen zu gehen...

Zurück bleiben Erinnerungen eines einzigartigen Menschen, der das frohe Zusammensein genauso kannte wie auch nachdenkliche, melancholische Momente. Und genau deshalb ist uns dieser Dällebach Kari so nahe.

Tellenbach Karl hat tatsächlich gelebt. Er wurde 1877 im emmentalischen Walkringen als Sohn des Landwirts Friedrich Tellenbach geboren. Nach einer Coiffeurlehre wurde er dank Abend-kursen zum Coiffeurmeister. Er führte ab dem 1. Juli 1901 einen eigenen Haarkunstsalon an der Neuengasse 4 in der Berner Altstadt. Ebenso überliefert ist seine grosse Liebe zur Fabrikantentochter Annemarie Geiser. Nach zwei erfolglosen Krebs-Operationen beging er im August 1931 Suizid, indem er von der Berner Kornhausbrücke in die Aare sprang.

 

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