2010 - Informationen

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 „Schacher Sepp II – zrugg vom Himmel“ ist Volksstück, Tragödie und Märchen zugleich

Amphitheater Vindonissa, Windisch

Text und Inszenierung: Rico Spring

Tanz - Performance: Gizella Erdös

Musik und Ton: Marc Frey

Bühnenbau: Stephan Pfister

Kostüme, Maske: Brigitte Wyss

Requisiten: Monika Wullschleger

Technik: Bruno Willi

Produktion: Verein Aargauisches Freilicht-Spektakel

 

Inhaltsangabe

Fünf Jahre sind inzwischen ins Land gegangen, seit Mareili beim Versuch, den wildernden Hannes zu warnen, abgestürzt ist. Just zur selben Zeit hatte sich dereinst auch der Schacher Sepp nach der zusammen mit dem „Beinlichrömer“ erfolgten Himmelsbesichtigung entschlossen, auf die ihm noch zustehenden, ergaunerten, Lebensjahre zu verzichten und im Himmel zu bleiben.

Die Fortsetzung der Geschichte setzt mit den Hochzeitsvorbereitungen für Balz, dem Sohn des Gemeindepräsidenten ein. Hannes, nach der Verbüssung seiner Haftstrafe eben aus dem Gefängnis entlassen, platzt mitten in die Hochzeit. Alte Wunden brechen auf, alter Hass entbrennt. 

Schacher Sepp im Himmel fühlt, dass auf Erden etwas nicht in Ordnung ist. Seine Tochter beichtet ihm, dass Mareili nicht ihr einziges Kind war. Als Schacher so erfährt, dass auch Hannes ihr Sohn und sein Enkel ist, weiss er auch, woher seine Unruhe kommt.

Der „Beinlichrömer“ seinerseits hat mit Hannes bereits ein „Vorgespräch“ über dessen Ableben geführt und wenig später trifft im Himmel die traurige Nachricht von Hannes’ Tod ein. Er wurde an der Hochzeitsfeier erschossen. Petrus ist irritiert, sollte doch, seinen Unterlagen zu Folge, das Ableben des Hannes erst in vierzig Jahren erfolgen. Ist dem „Beinlichrömer“ wieder ein Fehler unterlaufen?

Im Himmel ist wahrlich die Hölle los, als sich herausstellt, dass Hannes wegen eines Kommafehlers im System um Jahrzehnte zu früh abberufen wurde. Die Repräsentanten der beiden „Fakultäten“, Herr Engelin und Frau Duvel ergehen sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Fieberhaft wird nach einer Lösung gesucht. Der „Beinlichrömer“ fasst den Auftrag, die missliebige Angelegenheit wieder ins Lot zu bringen. Die ganze Geschichte soll bis zur verhängnisvollen Schussabgabe zurückgedreht werden. Er muss zurück zur Erde. Schacher „entflieht“ dem Himmel und begleitet ihn. Doch eine herbe Enttäuschung steht ihm bevor – als Engel ist er für die Menschen unsichtbar und niemand erwidert seinen Gruss, niemand spricht mit ihm. Nur eine einzige kurze Minute möchte er doch mit seinem Enkel sprechen, doch das scheint unmöglich.

Unmöglich? Wie reagiert der „Beinlichrömer“ auf die Einladung zu einer Wiederholung des seinerzeit so schicksalhaften Kartenspiels? Und wie reagiert der Hannes, wenn er den Schacher Sepp vor sich sieht? Wer ist denn nun der Vater von Hannes? Und welchen Auftrag hat der „Beinlichrömer“ zum Schluss noch von „ganz oben“ erhalten?

Die Antworten auf diese Fragen findet der Besucher in einer grossartigen Freilicht-Inszenierung mit volkstümlichen Musik- und Gesangseinlagen, Filmeinspielungen und spektakulären Tanz- und Rap-Szenen. Ein Vergnügen für Jung und Alt.

Es handelt sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte, die keine Kenntnis des 1. Teiles voraussetzt.

 

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